Samstag, 18. Dezember 2010
Der Tod einer Stadt
Gestern besuchte ich spontan mit einer Freundin die vorerst letzte "Spätschicht" der Theaterfabrik Gera. Diese beinhaltet eine Aufführung mit anschließender "Feier" mit Musik und Getränken.

Wie gesagt, war dies vorerst die letzte, denn die Theaterfabrik geht am Fehlen ihrer finanziellen Mittel qualvoll zu Grunde.
Mit ihrem Aus würden viele Jugendliche ihr Hobby bzw. einen essentiellen Bestandteil ihres Lebens aufgeben müssen, und Gera noch ein Stück unattraktiver werden, als es ohnehin schon ist.

Zumal ich viele Freunde und Bekannte dort habe, weshalb mir diese dunkle Zukunftsvision ohnehin ziemlich an die Nieren geht.
Jedenfalls war die gestrige Vorstellung EXTREM genial, ich habe Tränen gelacht. Einfach großartig. Schade war nur, dass sich die Besucherzahlen in Grenzen hielten.
Das Thema war übrigens wortwörtlich der Tod.

Ein nette Idee noch, die mir im Gedächtnis verblieben ist: Man bekam beim Eintritt einen Löffel und mir war das sehr schleierhaft. Wenn wir das Gebäude wieder verlassen wollten, mussten wir "den Löffel abgeben". Ja, ich hab' den Witz erst recht spät kapiert.

Jedenfalls hoffe ich das Beste für die Zukunft dieses kulturellen Brandungsfelsens in Gera.