Nur wenige Tage zurückliegend ist die kurzlebige Diskussion mit einem Freund, ob Misanthropie als Speziesismus zu betrachten ist, worüber ich mir im Nachhinein vertieft Gedanken gemacht habe.
Misanthropie impliziert die durchdringende Abneigung eines Menschen gegenüber seiner eigenen Art, was im Regelfall sogar in puren Hass überschwappen kann.
Speziesismus wird von einer erschlagenden Mehrheit der irdischen Bevölkerung verfolgt, welcher eine definierende Trennung zwischen Tier und Mensch umschreibt, die sogar zu einem natürlichen Herrschaftsrecht über diese "niederen" Lebensformen expandiert wird.
Die Abwertung des Homo Sapiens bringt jedoch nicht zwangsweise eine Höherstellung des übrigen Tierreichs mit sich, was jedoch bei vielen Misanthropen die Regel ist.
Dennoch muss beides gesondert betrachtet werden, und maximal, dies entspricht meiner privaten Meinung, kann Misanthropie somit als positiver Speziesismus angesehen werden.