Reanimation
So, habe hier ja jetzt schon seit gefühlten Ewigkeiten nichts mehr geschrieben. Aus einer Laune heraus wird das Teil hier aber jetzt mal spontan wiederbelebt, um wieder damit anzufangen meinen ganzen geistigen Ballast abzulegen.
Die letzten Tage waren echt der Horror. Mein Leben ist voll mit Lethargie, Nutz- und Belanglosigkeit. Ich gehe um 1 ins Bett, schlafe dann bis um 10 und bin trotzdem total gerädert.
Ich füttere die Katzen, mache den Abwasch, esse ein wenig was, und verbringe dann den Tag mit irgendwelchen Sinnlosigkeiten. Klar, ich werde auch kreativ aktiv, indem ich meine Klamotten neu gestalte oder irgendwelche Texte verfasse, aber das bringt mich natürlich in keiner Weise vorwärts.
Das Problem ist ohnehin, dass ich die Richtung nicht kenne, in die es vorwärts gehen könnte. Mein Versuch mich selbstständig zu machen mit einem Onlineshop ging bereits 2mal volle Kanne in die Hose und hat einen großen Batzen Motivation weggenommen. Wie kann ich meine Fähigkeiten so nutzen, dass sie mir dabei helfen finanziell am Leben zu bleiben?
Ich bin nicht gewillt, einen Job anzunehmen den ich nur deshalb mache, weil er mir das nötige Geld in die Taschen spült. Ich bin einfach nicht bereit Kompromisse einzugehen was meine Ideale von Freiheit und Leben angeht, aber das auch mit voller Absicht, denn diesen Fakt will ich nicht ändern, ich bin eher stolz auf ihn.
Was auch immer, bald hat ein Freund von mir Geburtstag und sein Geschenk ist schon so gut wie fertig. Habe ihm ein Motiv der Band "Fall of Efrafa" auf ein weißes Shirt gezeichnet, und es sieht echt genial aus. Ärgere mich jetzt schon, dass ich es nicht selber behalten kann. Nur ein kleiner Spaß.
Ich stütze mich einfach mal weiter auf die Hoffnung, dass bald der dritte Weltkrieg ausbricht und wir alle draufgehn. Bis dann.
fleisch zu staub am 10. März 11
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Ratte im Labyrinth
Ich beginne mich selbst zu zerstören.
Nicht körperlich bzw. physisch, sondern psychisch und seelisch, und das wahrscheinlich auch noch bei vollem Bewusstsein. Ich nehme es hin, vielleicht schon aus dem Grund weil ich unter der "Erbsünde" leide, wie es Religiöse nennen würden, was bei mir bedeutet, Mensch zu sein.
Ich nehme mal an, in spätestens 2 oder 3 Monaten habe ich die Fähigkeit verloren noch normal zu kommunizieren und koexistieren. Jeder Tag an dem ich atme ist eine Folter, eine allgegenwärtige, chaotische Schlacht von verwesenden Gedankengängen und mittendrin meine Vernunft.
Ich habe weiterhin die Ahnung, dass dieser Zustand eine Art Ausstrahlung erzeugt, der auf Außenstehende unterbewusst einwirkt und sie eher abweisend reagieren lässt, mal sehen ob sich das weiterhin bestätigt. Eigentlich schon deshalb logisch, weil ich derzeit sicherlich schon als geistig verkrüppelter Freak gelten kann.
Interessant sein eigenes Versuchskaninchen und Beobachtungsobjekt zu sein. Und niederdrückend.
Fickt euch.
fleisch zu staub am 05. Januar 11
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Die Muse hasst mich
Würde wirklich gern etwas schreiben. Also nicht speziell in diesen Blog, sondern generell. Eine Kurzgeschichte oder ein Gedicht, nur fehlt mir die Inspiration und Motivation vollkommen. Und wenn ich mich selbst dazu zwinge, kommt sowieso nur Gülle bei 'raus, das weiß ich jetzt schon. Mir fehlt in letzter Zeit irgendwas in meinem Leben, das mir mal den Antrieb gibt, etwas zu schaffen, zu beenden, oder anzufangen. Hoffe mal das lässt nicht zu lange auf sich warten, gefunden zu werden.
fleisch zu staub am 27. Dezember 10
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Fröhlichen Konsum-Tag euch allen!
Hackfressen mit eingraviertem Lächeln in den Straßen, Super-Weihnachts-Special-Rabatte in den Supermärkten und kollektive Selbstbenebelung.
Jap, man weiß es ist mal wieder Weihnachten, und erneut fragt man sich, ob man dem ganzen Blödsinn zur Genüge entgehen kann. Natürlich nicht, wie ich immer wieder belehrt werden muss.
Warum diese Festivität einfach nur albtraumhaft ist, muss ich wahrscheinlich gar nicht näher erläutern, mach' es aber trotzdem mal nur um etwas Dampf abzulassen.
Warum müssen sich Menschen mit diesem sogar gesetzlich verankerten Feiertag selbst dazu zwingen, mal mit den Menschen Zeit zu verbringen, die sie mögen und achten? Ich frage mich ernsthaft, wie man nicht an dieser Heuchelei ersticken kann. Da redet man das ganze Jahr über kein Wort mit den buckligen Verwandten, und AUF EINMAL interessiert man sich einen Tag lang für deren Befinden, als gäbe es nichts Wichtigeres? Is' klar.
Und Geschenke, was wäre Weihnachten ohne den blinden Konsum! War ja nicht das ganze Jahr über Zeit, einem geliebten Menschen mal seine Gefühle mit einem kleinen Präsent zu zeigen. Das transportiert ja auch enorm viel Emotion, wenn man demjenigen dann einfach ein Parfum-Set in kitschig-buntem Knitterpapier in die Hand drückt. Wahnsinnig viel Mühe gegeben beim "in den Laden gehen" und "dem Verkäufer das Geld in die Pfote knetschen". Sehr kreativ.
Hauptsache man hat mal einen bestätigten Vorwand, die ganze Zeit so zu tun, als wäre die Welt ein rosaroter Wattebausch voller abstrus fröhlicher Märchengestalten.
Viel Spaß noch, ich hoffe der Weihnachtsmann erstickt an euren Plätzchen.
fleisch zu staub am 24. Dezember 10
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Der Tod einer Stadt
Gestern besuchte ich spontan mit einer Freundin die vorerst letzte "Spätschicht" der Theaterfabrik Gera. Diese beinhaltet eine Aufführung mit anschließender "Feier" mit Musik und Getränken.
Wie gesagt, war dies vorerst die letzte, denn die Theaterfabrik geht am Fehlen ihrer finanziellen Mittel qualvoll zu Grunde.
Mit ihrem Aus würden viele Jugendliche ihr Hobby bzw. einen essentiellen Bestandteil ihres Lebens aufgeben müssen, und Gera noch ein Stück unattraktiver werden, als es ohnehin schon ist.
Zumal ich viele Freunde und Bekannte dort habe, weshalb mir diese dunkle Zukunftsvision ohnehin ziemlich an die Nieren geht.
Jedenfalls war die gestrige Vorstellung EXTREM genial, ich habe Tränen gelacht. Einfach großartig. Schade war nur, dass sich die Besucherzahlen in Grenzen hielten.
Das Thema war übrigens wortwörtlich der Tod.
Ein nette Idee noch, die mir im Gedächtnis verblieben ist: Man bekam beim Eintritt einen Löffel und mir war das sehr schleierhaft. Wenn wir das Gebäude wieder verlassen wollten, mussten wir "den Löffel abgeben". Ja, ich hab' den Witz erst recht spät kapiert.
Jedenfalls hoffe ich das Beste für die Zukunft dieses kulturellen Brandungsfelsens in Gera.
fleisch zu staub am 18. Dezember 10
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Apfel-Massaker
Zur Abwechslung habe ich mal einen verhältnismäßig erlebnisreichen Tag hinter mir.
Zunächst gab es eine Zusammenkunft einiger motivierter Leutchen in der Theaterfabrik, bei der Bella mich im Schlepptau hatte. Diskussionskern: Die Rettung dieser kulturell wertvollen Institution, die kurz über dem finanziellen Ableben kippelt.
Anschließend kämpften wir uns tapfer durch die widerspenstigen Schneeblockaden zum Kaufland vor, und deckten uns mit nahrhaften Utensilien für die bevorstehende Mini-Feier ein.
Bei Bella eingetrudelt "schlachteten" wir die ersten, bemitleidenswerten Äpfel, um sie mit allerlei süßen Zeugs zu stopfen, und schließlich krönend in der Hitze des Backofens zu Bratäpfeln transformieren zu lassen.
Im Dahinschwinden des Abends trafen noch einige weitere, sehr sympathische, da bekannte, Gäste ein, die den Vorstress der "Party" wieder vergessen machten.
Trotzdem habe ich ein beunruhigendes Bedürfnis danach, dem Pseudo-Großstadt-Kaff Gera für eine längere Zeit den Rück zu kehren und langfristige, neue Kontakte zu spinnen.
Mal sehen wohin das noch führt.
Gute Nacht!
fleisch zu staub am 11. Dezember 10
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